Die Gelegenheit
Grundstücke kommen nicht nach Plan auf den Markt – oft entscheidet sich innerhalb weniger Wochen, ob eine Wiese Vogelheimat wird oder Maisacker. Unsere Aktiven vor Ort kennen die Flächen, die Eigentümer und die Preise.
Flächenkauf
Wir kaufen Grundstücke in Deutschland und Europa, um sie für immer vor menschlichen Eingriffen zu schützen und als Habitate zu optimieren.
Das Vogelschutz-Komitee verfolgt einen einfachen Grundsatz: „Grundstückskauf ist bester Vogelschutz.“ Ein intakter Lebensraum, der einem Vogel alles bietet, was er braucht, lässt sich am dauerhaftesten sichern, wenn die Fläche in der Hand des Naturschutzes ist. Deshalb ergreifen wir jede Gelegenheit, geeignete Grundstücke zu erwerben, damit sie „als Refugium auf immer“ gesichert sind.
Viele Organisationen fordern Naturschutz. Wir machen ihn dauerhaft: Wer die Fläche besitzt, entscheidet über Mahd, Wasserstand und Gehölze – und damit über den Bruterfolg. Wo wir nicht sofort kaufen können, sichern wir über Pachtverträge mit Vorkaufsrecht den späteren Erwerb – und üben dieses Recht aus, wenn ein Grundstück sonst an Investoren zu gehen droht.
Was einmal in unserer Hand ist, bleibt laut Satzung unverkäuflich.
Vier Schritte, die sich in jedem unserer Projekte wiederholen – vom ersten Hinweis auf ein Grundstück bis zur ersten Brut.
Grundstücke kommen nicht nach Plan auf den Markt – oft entscheidet sich innerhalb weniger Wochen, ob eine Wiese Vogelheimat wird oder Maisacker. Unsere Aktiven vor Ort kennen die Flächen, die Eigentümer und die Preise.
Oft geschieht das im Wettlauf mit landwirtschaftlichen Großbetrieben, Pferdehaltern und Investoren, die dieselben Flächen suchen. Ein 12.000 Quadratmeter großes Grundstück im Rhinluch sollte an einen intensiv wirtschaftenden Milchviehbetrieb verkauft werden – erst in letzter Minute gelang es uns, die Eigentümerin zu überzeugen.
Zum Aufruf aus dem RhinluchWas einmal in unserer Hand ist, bleibt laut Satzung unverkäuflich. Land, das uns gehört oder das wir pachten, ist dauerhaft für die Vögel gesichert – der Intensivlandwirtschaft für immer entzogen.
Unsere GrundsätzeDenn Kaufen allein genügt nicht: Ein erster Schritt ist es häufig, die Flächen von der vorherigen landwirtschaftlichen Nutzung zu entgiften und für möglichst viele Arten nutzbar zu machen. Dann folgen das Pflanzen von Bäumen, Hecken oder Wildblumen, Wasserrückhalt, Nisthilfen und eine schonende Mahd.
Neun Maßnahmen im DetailJeder Ankauf ist anders – vom Steinbruch im Rheinland für rund einen Euro bis zur Vogelwiese am Oberrhein, wo der Quadratmeter fünf bis sechs Euro kostet. Sechs Beispiele aus unseren Projekten:
| Preis | Fläche | Projekt |
|---|---|---|
| rund 1 €pro m² | Steimelskopf bei Hennef (Siegtal) Ehemaliger Basaltsteinbruch, rund 1,2 ha – künftiger Uhu-Brutplatz. Einschließlich aller Nebenkosten und der Entkusselung waren dafür etwa 14.000 Euro aufzubringen. | Siegtal |
| etwas über 1 €pro m² | Quarzsandgrube Brenig (Bornheim) Der Anfang 2010: gut 6 Hektar ehemalige Sandgrube – heute Streuobst-Netzwerk mit zwei Steinkauz-Brutpaaren. | Bornheim-Brenig |
| 1,10 €pro m² | Belziger Landschaftswiesen (Fläming) Gut 9 Hektar Wiesen zum Preis von knapp 1,10 Euro pro Quadratmeter. Als Eigentümer bestimmen wir selbst, wann gemäht wird. | Fläming / Belzig |
| 2,70 €pro m² | Kiebitzwiese bei Offenburg (Renchtal) Gut 2.000 m² Feuchtwiese im EU-Vogelschutzgebiet Kammbachniederung für den Kiebitz – rund 5.400 Euro. | Ortenau / Renchtal |
| ca. 4 €pro m² | Hallerniederung bei Eldagsen Acker um Acker, von größeren Flächen bis zu kleinen Flurstücken. So ist ein zusammenhängendes Feuchtbiotop von über 65 Hektar entstanden. | Eldagsen / Hallertal |
| 5 bis 6 €pro m² | Südlicher Oberrhein Der hohe Bodenpreis am Oberrhein macht jeden Ankauf teuer. Beispiel Weisweil: 6.100 m² mitten im Maisfeld für 36.000 Euro als „Kinderstube“ für das Rebhuhn. | Südlicher Oberrhein |
Alle Preise und Beträge stammen aus den Zeitleisten der jeweiligen Projektseiten (Stand der dortigen Angaben).
Vier Gebiete, in denen der Kauf den Unterschied gemacht hat.
Bei Eldagsen im Hallertal baut die Vogelschutz-Komitee Naturstiftung vielseitige Lebensräume für Blaukehlchen, Steinkauz und Kiebitz auf.
Zum ProjektIn der Obstblütenlandschaft Bornheim-Brenig bewahren wir alte Streuobstwiesen als Lebensraum für Steinkauz, Bluthänfling und Gartenrotschwanz.
Zum ProjektDer Zarth beherbergt über 90 Brutvogelarten – darunter Ortolan, Schwarzstorch und fünf Spechtarten. Wir haben den 254 Hektar großen Feuchtwald erworben und treiben die Wiedervernässung und Pflege voran.
Zum ProjektDas Rhinluch bei Linum ist Mitteleuropas größter Kranich-Rastplatz. Die Vogelschutz-Komitee Naturstiftung baut hier einen großen Biotopverbund aus strukturreichem Lebensraum, Feuchtwiesen und Mooren auf.
Zum ProjektSpenden
Wir appellieren nicht nur, wir kaufen: Wiesen, Moore, Wälder und Streuobstflächen, die sonst an Agrarindustrie oder Investoren gehen. Ihre Spende fließt direkt in den Ankauf und die Pflege dieser Flächen – dauerhaft und unverkäuflich für die Vögel gesichert.
Unser zweiter Schwerpunkt
Seit Jahren kämpfen wir unter persönlichem Risiko direkt vor Ort gegen den illegalen und brutalen Vogelfang auf Zypern. Schauen Sie nicht weg.
Ja. Wir sind als gemeinnützige Organisation anerkannt. Bei Spenden ab 50 Euro stellen wir Ihnen eine jährliche Spendenbescheinigung aus.
Ja, zweckgebundene Spenden sind möglich. Sie können bei der Überweisung oder im Spendenformular angeben, welches Projekt Sie unterstützen möchten. Unabhängige Spenden sind für uns am vielseitigsten nutzbar – immer dort, wo Hilfe am nötigsten gebraucht wird.
Ihre Spende fließt direkt in unsere gemeinnützige Arbeit. Damit finanzieren wir konkrete Projekte, laufende Schutzmaßnahmen sowie die notwendige Organisation und Umsetzung unserer Arbeit.
Spenden ermöglichen unsere Arbeit unabhängig von staatlichen Förderungen. Nur dank Spenden können wir unsere vielfältigen Projekte durchführen.