Vogelschutz-Komitee Naturstiftung Jetzt helfen

Vogel- und Naturschutz

Wer Vögel schützen will, muss ihre Lebensräume schützen.

Vogelschutz und Naturschutz gehören eng zusammen, da Vögel ein integraler Teil von Ökosystemen sind.

Lerche

Warum Vogel- und Naturschutz zusammengehören

Vögel spielen eine unverzichtbare Rolle in unseren Ökosystemen. Wenn wir Vögel schützen, bewahren wir automatisch die Vielfalt und Stabilität ganzer Lebensräume. Wir engagieren uns daher ganzheitlich für den Tier- und Naturschutz. Unser Ziel ist Artenvielfalt und eine gute, nachhaltige Lebensweise für alle.

Arten aus unseren Projekten

Sechs Vögel, die zeigen, worum es geht – und wo wir für sie konkret Fläche sichern.

Rebhuhn

Rebhuhn

Perdix perdix

Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026. Es gilt in Deutschland insgesamt als stark gefährdet. Wir sorgen etwa in Baden-Württemberg dafür, dem Rebhuhn Zufluchtsorte zu schenken und einen geeigneten Ort zur Aufzucht seiner Jungen.

Wo wir helfen: Südlicher Oberrhein

Braunkehlchen

Braunkehlchen

Saxicola rubetra

Das Braunkehlchen ist ein typischer Vogel der offenen Wiesenlandschaften. In Deutschland gilt es als stark gefährdet. Wir setzen uns dafür ein, artenreiche Wiesen zu erhalten und Brutplätze zu schützen.

Wo wir helfen: Biotopverbund Rhinluch

Grauspecht

Grauspecht

Picus canus

Der Grauspecht ist ein heimlicher Bewohner strukturreicher Wälder und Streuobstwiesen. Sein Bestand ist rückläufig, vor allem durch den Verlust alter Bäume. Wir fördern den Erhalt von naturnahen Wäldern und Totholz.

Wo wir helfen: Moorwald Zarth

Rotkehlchen

Rotkehlchen

Erithacus rubecula

Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten Singvögel Deutschlands. Trotz seiner Anpassungsfähigkeit leidet es unter dem Rückgang naturnaher Gärten und Hecken. Auf Zypern gehört es zu den häufigsten Opfern der Leimruten – dort schützen wir es direkt vor Ort.

Wo wir helfen: Zypern – Kampf gegen Vogelmord

Weißstorch

Weißstorch

Ciconia ciconia

Der Weißstorch ist ein Symbol für lebendige Kulturlandschaften. Dank gezielter Schutzmaßnahmen erholen sich seine Bestände langsam. Wir tragen dazu bei, Feuchtgebiete zu erhalten und Nahrungsflächen zu sichern.

Wo wir helfen: Hallertal Eldagsen

Feldlerche

Feldlerche

Alauda arvensis

Die Feldlerche steht wie kaum ein anderer Vogel für offene Agrarlandschaften. Ihr Bestand ist stark zurückgegangen. Wir fördern lerchenfreundliche Bewirtschaftung und schaffen Brut- und Nahrungsflächen.

Wo wir helfen: Fläming bei Belzig

Bedrohung für Tiere und Natur

Viele Vogelarten reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen. Geht es den Vögeln schlecht, ist das oft ein Warnsignal für Probleme im gesamten Ökosystem (z. B. Insektensterben, Pestizide, Klimawandel).

  • Illegale Jagd und Fangmethoden

    Illegale Jagd gefährdet Vogelpopulationen direkt. Das hat weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem.

  • Klimawandel und Lebensraumverlust

    Der Klimawandel gefährdet Lebensräume und trägt zum Artensterben bei. Tiere haben immer mehr Probleme, sich anzupassen.

  • Agrarwirtschaft und Bebauung

    Monokulturen, Pestizide, Entwässerung und wachsende Bebauung verringern Nahrungsangebote und Lebensräume weiter.

Jetzt helfen
Rotkehlchen, gefangen in einem illegalen Vogelfangnetz
Rotkehlchen im Fangnetz – Wilderei bedroht Zugvögel bis heute.

Förderung von Biodiversität

Wir setzen uns dafür ein, natürliche Lebensräume zu erhalten, zu pflegen und wo möglich zu erweitern. Wir arbeiten dazu mit Ökologen und Biologen vor Ort zusammen, die wichtige Maßnahmen auf unseren Grundstücken umsetzen:

  1. 1.

    Ein erster Schritt ist es häufig, die Flächen von der vorherigen landwirtschaftlichen Nutzung zu entgiften und für möglichst viele Arten nutzbar zu machen.

  2. 2.

    Dazu entfernen wir eventuelle Monokulturen und bereiten den Boden auf.

  3. 3.

    Ein nächster Schritt ist oft das Pflanzen bestimmter Bäume, Hecken oder Wildblumen sowie eine folgende schonende Mahd von Wiesen.

  4. 4.

    Obstbäume und eine artenreiche Flora bringen auch Insekten zurück. Gleichzeitig steigert sich so das Nahrungsangebot der Vögel.

    So machen wir es in Bornheim
  5. 5.

    Wir sorgen für den Schutz von Feuchtwiesen und -wäldern, indem wir Maßnahmen zum Wasserrückhalt umsetzen. So kehren auch Amphibien zurück.

    So machen wir es im Zarth
  6. 6.

    Mit Nisthilfen, dem Erhalt alter Scheunen und anderer Nistplätze geben wir Vögeln, Fledermäusen und anderen Arten ein Zuhause.

    So machen wir es im Renchtal
  7. 7.

    Durch das Belassen von Totholz finden Vögel und viele andere Tiere wieder Versteckmöglichkeiten.

  8. 8.

    Mit dem Erhalt der Wälder und Grünflächen leisten wir ganz direkt einen Beitrag für den Klimaschutz.

  9. 9.

    Wenn die Natur zurückkehrt und sich natürlich entwickelt, finden auch die Vögel wieder Nistplätze und Nahrung und können ihre Jungen in Sicherheit aufziehen.

Werden Sie selbst aktiv

Was tue ich, wenn ich einen verletzten Vogel finde?

Generell gilt: Verletzte Vögel möglichst schnell in fachkundige Hände übergeben, z. B. eine Vogelauffangstation. Auch viele Tierärzte behandeln gratis. Über Telefonbuch und Internet erhalten Sie die nächsten Kontakte. Der Transport erfolgt in einem Karton mit Luftlöchern und Handtuch, damit der Vogel nicht rutscht. Ist der Vogel wehrhaft oder lässt sich nicht einfangen, bitte Feuerwehr mit 112 anrufen. Acht Tipps zum Vorgehen:

  1. Vogeljunge bitte nicht sofort aufsammeln. Erst beobachten. Oft werden Küken noch von ihren Eltern versorgt, auch wenn sie sich nicht mehr im Nest befinden.
  2. Nicht scheu? Teilnahmslose ausgewachsene Vögel sind in der Regel verletzt oder krank. In fast allen Fällen gilt, dass die Tiere Durst haben. Versuchen Sie, dem Vogel mit einer Pipette oder ähnlichem etwas Wasser einzuflößen.
  3. Nach einem Unfall steht ein Vogel oft unter lebensbedrohlichem Schock. Nicht weiter anfassen oder stören als unbedingt nötig.
  4. Vögel mit Wunden sollten nicht auf Zeitungspapier gesetzt werden, solange die Wunde noch blutet. Besser sind ein sauberes Haushaltspapier oder ein trockenes, fusselarmes Tuch. Wenn durch Kot verschmutzt, unbedingt wechseln! Bei starken Blutungen sind Mulltupfer oder ein Verband angebracht.
  5. Keine äußeren Wunden? Nach Zusammenstößen ist nicht zu sehen, ob der Schädel verletzt ist. In dunklem Karton ruhen lassen, nach zwei Stunden im Freien nachsehen. Nicht eingegangen? Gegebenenfalls freilassen oder ärztlich behandeln lassen.
  6. Durchfall: Ist die Kloake verschmutzt, so hat der Vogel unter Umständen Durchfall wegen Parasitenbefalls. Karton ohne Einstreu oder Sand.
  7. Gehirnerschütterung: Bei Gleichgewichtsstörungen keinen zu großen Wassernapf anbieten: Der Vogel kann darin ertrinken!
  8. Knochenbrüche: Für den Transport den Kartonboden gut mit zerknülltem Küchenpapier auspolstern. Wolle oder faserige Stoffe können Gliedmaße abschnüren!
Wie gehe ich vor, wenn ein Vogel bei mir nistet?
  1. Nest unbedingt schützen: Nester und brütende Vögel dürfen nicht gestört oder entfernt werden.
  2. Abstand halten und Ruhe bewahren, keine häufigen Kontrollen.
  3. Baumaßnahmen oder Gartenarbeiten in Nestnähe verschieben, bis die Brut beendet ist.
  4. Nach der Brut können Nisthilfen gereinigt oder optimiert werden, um im nächsten Jahr wieder zu helfen.
Wie kann ich meinen Garten insektenfreundlich bewirtschaften?

Verzichten Sie auf Pestizide, pflanzen Sie heimische Blumen und Sträucher, lassen Sie wilde Ecken stehen und schaffen Sie Nistmöglichkeiten. Ein naturnaher Garten bietet Vögeln Nahrung und Lebensraum.

  1. Heimische Wildpflanzen (z. B. Wildblumen, Kräuter, Stauden) pflanzen, da sie Nahrung für viele Insekten bieten.
  2. Keine Pestizide oder Gifte verwenden.
  3. Unordnung zulassen: Laubhaufen, Totholz oder hohle Stängel bieten Lebensräume.
  4. Blühangebote vom Frühjahr bis Herbst schaffen, damit Insekten durchgehend Nahrung finden.
Sollte ich Vögeln in meinem Garten Wasser zur Verfügung stellen?

Ja, Wasser geben – ganzjährig, aber besonders im Sommer – ist eine einfache und sehr wirksame Hilfe. Eine flache Schale oder ein Untersetzer reicht völlig. So geht’s:

  1. Täglich frisches Wasser einfüllen und regelmäßig reinigen.
  2. Die Schale katzen- und störungssicher aufstellen.
  3. Für Insekten Steine oder Murmeln hineinlegen, damit sie nicht ertrinken.
Sollte ich Wildvögel füttern?
  1. Ja, aber nur gezielt: Besonders im Winter oder bei extremem Wetter kann Fütterung helfen.
  2. Sauberes, artgerechtes Futter (z. B. Sonnenblumenkerne, Fettfutter) verwenden und regelmäßig reinigen, um Krankheiten zu vermeiden.
Kann ich auch ohne Garten etwas für den Vogelschutz tun?

Ja, auch auf Balkon oder Fensterbank können Sie mit heimischen Pflanzen, Wasserstellen oder sicheren Futterplätzen Vögel und Insekten unterstützen.

Unterstützen Sie das Vogelschutz-Komitee

Jeder, der sich dem Vogelschutz verbunden fühlt, ist bei uns willkommen. Wir sind dezentral und regional ungebunden im In- und Ausland tätig. Immer dort, wo wir wirksam für den Schutz der Vogelwelt und ihrer Lebensräume eintreten können.

Jetzt dauerhaft helfen
Ehrenamtlicher mit Nistkasten und Leiter