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Welttierschutztag – Zeit zu handeln!

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag. Das Datum erinnert auch an den Heiligen Franz von Assisi, der die Tiere seine Brüder und Schwestern nannte – er war ein Tierschützer der ersten Stunde. In diesem Jahr ist der Tag besonders: Am 3. Oktober jährt sich Assisis Todestag zum 800. Mal. Für uns ist das ein guter Anlass zu erklären, wie wir zum Tierschutz beitragen. Wir schützen den Lebensraum, in dem Vögel brüten, schaffen insektenreiche Wiesen als Nahrungsquelle und retten in Not geratene Vögel. Davon profitieren ganze Ökosysteme und viele andere Tierarten.

Lebensraum sichern: Tierschutz beginnt beim Zuhause

Ein Vogel kann nur gesund leben, wenn er Nahrung, Deckung und einen ungestörten Brutplatz findet. Genau das verschwindet: durch Monokulturen, Entwässerung und Bebauung. Deshalb gilt bei uns seit 1996 der Grundsatz: Grundstückskauf ist der beste Vogelschutz. Wer die Fläche besitzt, entscheidet über Mahd, Wasserstand und Gehölze – und damit über den Erhalt des Biotops. Heute sichern wir rund 1.500 Hektar Lebensraum in 22 Projekten. Was einmal in unserer Hand ist, bleibt laut Satzung unverkäuflich.

So funktioniert unser Flächenkauf

Tierleid entgegentreten: ohne Wenn und Aber

Unser Gründer Dr. Eberhard Schneider sagte: „Neben Biotop- und Artenschutz darf der Schutz des Individuums, der Tierschutz, nie vernachlässigt werden!“ Zu unseren Grundsätzen gehört daher der Kampf gegen Tierleid: Wir stellen uns jeder Bedrohung und Quälerei von Vögeln entschieden entgegen. Am deutlichsten wird das auf Zypern. Dort gehen wir seit über 20 Jahren gegen Wilderer vor, die Zugvögel mit Leimruten und Netzen fangen, um sie als „Delikatesse“ zu verkaufen. Mit unseren Feldeinsätzen haben wir den illegalen Fang auf etwa 1 % des früheren Ausmaßes zurückgedrängt.

Unsere Grundsätze · Zypern – Kampf gegen Vogelmord

Was Sie selbst tun können

Tierschutz beginnt oft vor der eigenen Haustür. Zwei Dinge können Sie sofort tun:

  • Einen verletzten Vogel gefunden? Bringen Sie ihn möglichst schnell in fachkundige Hände, etwa zu einer Auffangstation oder einer Tierärztin. Transportieren Sie ihn in einem Karton mit Luftlöchern und einem Handtuch. Jungvögel bitte nicht sofort aufsammeln: Oft werden sie noch von den Eltern versorgt. Acht Tipps für den Notfall
  • Garten und Balkon vogelfreundlich machen: Pflanzen Sie heimische Blumen und Sträucher, verzichten Sie auf Pestizide und lassen Sie wilde Ecken stehen. Eine flache Wasserschale mit täglich frischem Wasser hilft den Vögeln zusätzlich. So wird Ihr Garten zum Vogelparadies

Und wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten: Jede Spende fließt direkt in Flächenkauf und den Einsatz für Vögel in Not. Wir arbeiten zu 100 % ehrenamtlich.

Unterstützen Sie zum Tierschutztag die heimische Vogelwelt!

Dieser Schwan wurde durch einen Angelhaken verletzt. Wir sichern verletzte Tiere und lassen sie behandeln.
Solche Lebensräume werden immer seltener. Wir schützen Flächen vor Bebauung und Entwässerung – für die Tiere.
Eine Zwergohreule hat sich in einem Netz auf Zypern verheddert. Ohne unsere Hilfe hätte sie nicht überlebt.