Vogelschutz-Komitee Naturstiftung Jetzt helfen
Schreiadler im Gras

Harenzacken (Brandenburg)

Helfen Sie, ein einmaliges Vogelparadies zu retten.

Nördlich von Berlin, in den feuchten Wäldern und Nasswiesen des NSG Harenzacken, brüten Blaukehlchen, Kranich und Schreiadler. Doch Entwässerung und rücksichtslose Nutzung bedrohen das Gebiet. Das Vogelschutz-Komitee will hier gemeinsam mit Partnern rund 122 Hektar – zunächst waren es 112 – dauerhaft sichern und braucht dafür Ihre Hilfe.

Ein einmaliges Vogelparadies nördlich von Berlin

Der Harenzacken ist ein 823 Hektar großes, wunderbar strukturreiches Wald- und Offenlandgebiet mit einer Vielzahl von Kleingewässern. Es liegt in der Granseer Platte in Brandenburg und gehört zum EU-Vogelschutzgebiet Obere Havelniederung. Ein Feuchtwaldkomplex aus Mooren, Sümpfen und Nasswiesen und ein Schutz- und Nahrungshabitat für eine große Artenvielfalt. Von unserem Projektgebiet in Linum ist der Harenzacken nur 25 Kilometer entfernt.

Wir haben die einmalige Chance, hier eine große Fläche zu erwerben, sie durch Waldumbau und langfristige Wiedervernässung zu entwickeln und so dauerhaft für die Vögel zu sichern. Nur weil ein Gebiet Naturschutzgebiet ist, ist es nicht automatisch vor schädlichen Zugriffen geschützt.

  • 823 haGesamtgebiet Harenzacken
  • 122 haKauffläche im Fokus
    (zunächst 112 ha)
  • bis 85Brutvogelarten im Gebiet

Bedeutung für die Vogelwelt

Sehr wichtig ist das Gebiet als Bruthabitat für den Kranich. Derzeit zählen wir bis zu acht Bruthabitate im Harenzacken. Auch das Blaukehlchen mit seinem auffällig farbigen Federkleid fühlt sich in den feuchten, halboffenen Bereichen besonders wohl. In Berlin und Brandenburg ist der kleine Sänger nur noch selten zu sehen.

Eine Besonderheit sind die zwei Schreiadler-Brutpaare. Mit nur noch rund 120 Brutpaaren ist der Schreiadler die seltenste der vier Adlerarten in Deutschland. Bis um die Jahrtausendwende brütete zudem der Schwarzstorch im Gebiet. Von der Umgestaltung der Flächen erhoffen wir uns seine Wiederansiedlung. Auch der Kranich findet hier einen Rückzugsort.

Kranichpaar mit Küken in der Feuchtwiese
Kranich mit Küken in der Feuchtwiese

Entwicklung des Projekts

  • August 2025 – Der Aufruf beginnt: Das Vogelschutz-Komitee macht das Projekt öffentlich. Ziel: gemeinsam mit Projektpartnern eine Fläche von rund 112 Hektar erwerben. Gesamtkaufpreis ca. 2,4 Mio. €, davon will der VsK mindestens 150.000 Euro aus Spenden beitragen.
  • Herbst 2025 – Ein gutes Stück näher: Dank vieler Spenderinnen und Spender kommt das Projekt dem Ziel ein gutes Stück näher. Ein Teil des VsK-Beitrags ist auch über eine Erbschaft gedeckt.
  • Dezember 2025 – Rückschlag und Endspurt: Eine bereits zugesagte Großspende musste aus privaten Gründen zurückgezogen werden. Für den Kauf der wichtigen Flächen (rund 122 Hektar Wald- und Offenlandgebiet) fehlen dadurch noch rund 60.000 Euro. Es ist nur noch ein kleiner Schritt. Doch er entscheidet über das ganze Projekt.

Die Rolle des Vogelschutz-Komitees

Der Grundsatz des Vogelschutz-Komitees lautet seit jeher: Grundstückskauf ist der beste Vogelschutz. Statt nur zu appellieren, kaufen wir bedrohte Flächen und sichern sie dauerhaft für die Natur. Beim Harenzacken tragen wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern zum Erwerb der Fläche bei und übernehmen die naturschutzfachliche Entwicklung.

Konkret heißt das: Entwässerungsgräben zurückbauen und Wasserstände in den Feuchtwaldbereichen anheben, standortuntypische Fichten durch Erlen, Eschen und Hainbuchen ersetzen und die Flächen schonend bewirtschaften, zum Beispiel mit Rückepferden beim Holztransport. So verbinden wir Vogelschutz mit Moor- und Klimaschutz. Das Projekt liegt nur 25 Kilometer von unserem Stammgebiet in Linum entfernt und fügt sich damit gut ein.

Feuchtwald im Harenzacken
Waldumbau und Wiedervernässung im Harenzacken