Waldschnepfe
Die scheue, gut getarnte Art findet im feuchten Waldareal mit Sumpfpflanzenbewuchs Brutplatz und Nahrung. Der nasse Boden ist ihr Jagdrevier.

Elsass / Frankreich
Rund um Lützelstein (La Petite Pierre) in den Nordvogesen bewahrt das Vogelschutz-Komitee seit über zwei Jahrzehnten ein Stück ursprünglichen Laubwald: lichte Althölzer, Feuchtstellen und den klaren Bach der jungen Moder. Wo die Kettensäge oder der Freizeitbagger droht, kaufen wir die Flächen und geben sie der Natur zurück. Und das dauerhaft. Jeder Quadratmeter Wald zählt.
Am Rande des grenznahen Elsass, bei Lützelstein im Naturpark Nordvogesen, unterhält das Vogelschutz-Komitee schon seit mehr als 20 Jahren ein eigenes Vogelrefugium und lässt dort die natürliche Waldentwicklung ungestört ablaufen. Aus einer einzelnen geretteten Obstwiese ist über die Jahre ein zusammenhängendes Netz aus Wald-, Bach- und Feuchtflächen geworden.
Das Prinzip ist einfach und wirksam: Wir erwerben gefährdete Grundstücke, belassen Totholz und starke Altbäume, entfernen tödliche Zäune und lichten dichte Plantagen auf. So entstehen wieder naturnahe Vogelwälder mit Höhlen, Insekten und Ruhe zum Brüten. Betreut wird alles vor Ort von unserem langjährigen Aktiven Frank Pluschke, verantwortlich für das Gebiet „Oberrhein-Elsass“.
Der naturnahe, seit Jahren unbewirtschaftete Laubwald aus Hainbuchen, Eschen, Ulmen und Erlen ist ein selten gewordenes Biotop: ein Mosaik aus unterschiedlichen Habitaten, das kaum eine bewirtschaftete Forstfläche bietet. Genau darauf sind viele Arten angewiesen.
Die scheue, gut getarnte Art findet im feuchten Waldareal mit Sumpfpflanzenbewuchs Brutplatz und Nahrung. Der nasse Boden ist ihr Jagdrevier.

Der einzige heimische Singvogel, der schwimmen und tauchen kann. Sie braucht saubere, naturbelassene Bäche wie die junge Moder. Uferverbau und schlechte Wasserqualität setzen ihr dagegen zu.

Ein Höhlenbrüter der lichten Alt- und Streuobstbestände. Er profitiert von Totholz und alten Bäumen, zusammen mit Kleiber, Buntspecht, Grauspecht und Zaunkönig.

Hinzu kommen weitere Wald- und Bachvögel wie Pirol, Gebirgsstelze und Bachstelze. Belassenes Totholz bietet zudem seltenen Insekten wie der Großen Pappelglucke einen Lebensraum. Zudem speichert es Kohlenstoff.
Unser Weg ist der Kauf. Grundeigentum ist die beste Voraussetzung für wirksamen Vogelschutz. Nach diesem Grundsatz sichern wir im Elsass gefährdete Wald- und Obstwiesengrundstücke dauerhaft, statt nur zu appellieren. Auf einer unserer Flächen bei La Petite Pierre wurde das Jagdverbot sogar amtlich bestätigt, ein früher Präzedenzfall für einen deutschen Naturschutzverband.
Nach dem Kauf werten wir die Flächen naturnah auf: Auflichtung dichter Pappelplantagen, Belassen von Totholz und starken Altbäumen, Entfernung eines für Eulen tödlichen Drahtzauns, Anpflanzung von Edelkastanien und heimischen Schwarzpappeln sowie das Anbringen von Nisthilfen für Wasseramsel, Gebirgs- und Bachstelze.
Möglich ist all das nur durch unseren Aktiven vor Ort: Frank Pluschke, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das Gebiet „Oberrhein-Elsass“. Er inspiziert die Grundstücke, führt die Verhandlungen und begleitet die Waldentwicklung – seit dem ersten Elsass-Aufruf 2009 bis heute.

Der Wald in den Nordvogesen wächst mit jedem Grundstück, das wir kaufen können. Immer wieder werden uns neue Flächen angeboten, bevor Tourismus, Rodung oder ein Agrarbetrieb zugreifen. Zuletzt (2023) benötigten wir rund 7.600 Euro, um zwei Waldgrundstücke am Moderbach (zusammen 4.300 m²) zu erwerben, Nisthilfen anzubringen und zukunftsfähige Bäume zu pflanzen. Waldboden ist hier vergleichsweise günstig. Ihre Spende bewirkt viel.
✓ Gemeinnützige Naturstiftung (Sitz Linum) ✓ Spende steuerlich absetzbar ✓ Land in unserer Hand = Schutz auf Dauer ✓ Vogelschutz vor Ort seit 1996