Letzte Chance für die Feldlerche
Vor einigen Wochen beschwerte sich ein Nachbar bei uns: Unsere alte Streuobstwiese am Oberrhein nehme seinen Spalierobstbäumen die Sonne. Was ihn wirklich störte, war etwas anderes – die Wiese bietet Insekten und Vögeln einen Rückzugsort mitten in seinem Intensivanbaugebiet. Ein kurzer Anruf, der zeigt, wie eng es für unsere Wiesenvögel geworden ist.
Wo einst Wiesen waren, wächst heute nur noch Raps
Bei Mahlberg, am südlichen Ende der Ortenau, ist keine einzige Wiese mehr übrig. Weizen und Raps haben die früheren Magerwiesen verdrängt, mit dem Getreide kam das Glyphosat. Die Feldlerche, die eigentlich von den Rheinwiesen kommt, durchstreift auf Nahrungssuche zunehmend verzweifelt genau diese Äcker – eine Suche, die für sie immer kräftezehrender wird.Eine Fläche für gleich mehrere bedrohte Arten
Genau hier bietet sich uns jetzt die Chance, einen halben Hektar Ackerland zu erwerben und in eine blütenreiche Magerwiese zu verwandeln. Ein Landwirt vor Ort mäht die Fläche künftig jährlich kostenlos ab. Davon profitieren nicht nur die Feldlerche, sondern auch Kiebitz und Brachvogel, die auf dieselben offenen, feuchten Wiesen angewiesen sind. Für den Kauf fehlen uns noch 25.000 Euro – für eine Fläche, die laut unserer Satzung für immer geschützt bleibt. Das Vogelschutz-Komitee sichert seit 30 Jahren solche Trittsteine für Wiesenvögel am Oberrhein. Dazu brauchen wir auch Ihre Hilfe!